[U-Boot]

Vor einigen Jahren habe ich ein primitives Backpulver-betriebenes U-Boot entwickelt.  Das U-Boot ist sehr einfach herzustellen - eine nette Bastelidee. Es wird mit etwas Backpulver betankt und kann dann, beispielsweise in der Regentonne, fahren gelassen werden. Das U-Boot taucht dann solange auf und ab bis der "Treibstoff" verbraucht ist.

Fertig aufgebautes U-Boot
fertig aufgebautes U-Boot

Funktion

Im Wesentlichen besteht das U-Boot aus einer leeren Filmdose mit Löchern im Boden, die mit einer Messerspitze Backpulver gefüllt ist. Eine Optimierung stellt der Sprudelflaschendeckel dar: Das Backpulver fällt nun nicht mehr durch die Löcher heraus.

Schema der Tauchzelle
Schematische Darstellung der Tauchzelle
  1. Durch die Löcher im dringt Wasser in die Dose ein. Das U-Boot taucht unter und das eingedrungene Wasser reagiert mit dem Backpulver, es wird Kohlendioxid freigesetzt. 
  2. Das Gas drückt das Wasser aus der Dose und das U-Boot taucht auf. 
Einzelne Schritte
Einzelne Schritte des Auf- und Abtauchens
  1. Nun kommt der Trick: Oben an der Dose ist ein Schwimmer (Korken) angebracht, der ein Ventil (Stecknadel) geschlossen hält. Ist das Boot aufgetaucht, hat der Schwimmer keinen Auftrieb mehr und das Ventil öffnet sich. Das Kohlendioxid strömt aus der Dose heraus und durch die Löcher im Boden tritt wieder Wasser ein und das U-Boot taucht erneut unter.
Von dem ganzen gibt es natürlich auch ein Video.

Bauanleitung


Zutaten
Zutaten

Benötigte Zutaten:

Löcher...
Löcher...
Zuerst macht man ein paar Löcher in den Dosenboden (ca. 2 mm Durchmesser). Wenn man die Löcher an der "Hinterseite" der Dose anbringt hat das U-Boot nachher einen Düsenantrieb. Dann legt man einen Deckel von einer Sprudelflasche in die Dose. Natürlich tut es auch ein Stück Alufolie oder sonst etwas das verhindert, dass das Backpulver durch die Löcher rieselt.

Sprudelflaschendeckel...
Dann macht man vorsichtig ein Loch in den Deckel der Dose. Das Loch sollte etwas kleiner sein als der Kopf der Stecknadel. Wenn das Loch zu klein ist kommt nachher keine Luft hindurch... Nun schneidet man von einem Weinkorken eine ca. 5 mm breite Scheibe herunter, halbiert diese und schneidet die eckige Kerbe (siehe Bild) ein. Die Kerbe sorgt dafür, dass der Korken nicht durch sein Eigengewicht das Ventil verstopft.

Zusammengebautes Ventil
Zusammengebautes Ventil
Jetzt kommt der große Test! Sicherheitshalber sollte man das ganze in einer kleinen Schüssel testen - in der Regentonne findet man das U-Boot womöglich nicht wieder...
Zunächst füllt man so viel Gewicht in die Dose, dass sie zügig im Wasser untergeht. Dann gibt man etwas Backpulver in die Dose, Deckel aufdrücken und ab ins Wasser damit. Die Dose sollte zunächt schnell sinken. Wenn man nun mit dem Finger den Korken herunterdrückt sollten Blasen aufsteigen.

Blubbert es auch ohne das man den Korken herunterdrückt, schließt das Ventil nicht dicht. Das Loch im Deckel muß perfekt von dem Stecknadelkopf verschlossen werden. Zur Not kann man zwischen Stecknadelkopf und Deckel ein dünnes Korkscheibchen als Dichtung stecken.

Luftblasen
Ventiltest

Nach einer Weile sollte die Dose an die Wasseroberfläche kommen. Tut sie das nicht und es steigen stattdessen Luftbläschen aus den Löchern im Dosenboden auf, ist zuviel Gewicht in der Dose.

Hängt die Dose nur an der Wasseroberfläche ist zu wenig Gewicht darin. Mit etwas ausprobieren findet man bald die richtige Menge an Trimmgewicht.

Zum Schluß kann man sich noch aus etwas Plastik eine Karosserie um die Tauchzelle herum basteln. Das geht ganz gut mit Kopierfolien, Klebeband und Permanentmarkern. Wichtig ist, dass sich in der Dekoration keine großen Luftblasen ansammeln, sonst kippt das U-Boot um.

Dekoration
Dekoration

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- 2014 - Sebastian Schleith -
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