[Metallguss: Ton brennen]

Zum Bronzegiessen verwende ich tönerne Tiegel. Diese müssen natürlich gebrannt werden. Über das Brennen von Ton habe ich infolgedessen einges lernen müssen...

Ton brennen

Damit das Brennen ohne Tränen und Scherbenhaufen abläuft muss beim Töpfern darauf geachtet werden, dass im Ton keine Luftblasen eingeschlossen sind. Diese dehnen sich beim Brennen kräftig aus und lassen den Ton zerspringen. Vor dem Brennen eines tönernen Objektes sollte dieses möglichst lange (mindestens ein paar Tage, besser zwei Wochen) getrocknet werden. Zur Unterstützung kann man dieses auch im Backofen aufbewahren und einfach ein paar mal "mitbacken".

Die erste Phase des eigentlichen Brennvorgangs bezeichnet man als Schrühbrand. Dabei wird  die Temperatur im Brennofen möglichst kontinuierlich und langsam bis ca. 400°C erhöht. Bei dieser Temperatur wird das im Ton gebundenen Wasser restlos ausgetrieben. Geschieht das zu schnell zerspringt das zu brennende Objekt. Bei dickwandigen Machwerken kann sich diese Phase des Brennvorgangs über Stunden erstrecken. Das geht eigentlich nur mit einem entsprechenden Brennofen zuverlässig.

Nach dem Schrübrand bezeichnet man die entstandene Keramik als Scherben. Diese ist nun nicht mehr wasserlöslich und hat eine andere Farbe angenommen. Da der Scherben praktisch kein Wasser mehr enthält kann nun die Brenntemperatur zügig bis zum Maximum dessen was der Ofen hergibt gesteigert werden. In der Regel Temperaturen über 1300°C. Dabei schmelzen eventuell vorhandene Glasanteile (Sand) und die Tonkristalle backen fest zusammen. Dadurch ensteht eine feste, harte Keramik.

Tipps & Tricks

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- 2014 - Sebastian Schleith -
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