[Katapulte:Optima]

An dem Entwurf des vorigen kleinen Trebuchets wurden folgende Beobachtungen gemacht: In dem Gegengewicht ist nach dem Wurf noch viel Bewegungsenergie gespeichert - es schwingt hin und her. Da der Standfuß zu klein ist, kippt es dann manchmal um. Dieser Entwurf hat also folgende Nachteile:

Um diese Nachteile zu beseitigen wurde für das nächste Modell folgende Verbesserungen eingeführt:
Katapult Optima klein Katapult Optima klein
Das Katapult vor und nach dem Wurf

Das Katapult ist eigentlich eine Winde mit Wurfarm. Auf der Winde ist ein Seil aufgewickelt, an dem das Gegengewicht hängt. Beim Wurf wird nun einfach das Seil von der Winde abgespult und der Wurfarm bewegt. Das Gegengewicht wird also einfach senkrecht nach unten abgelassen.

[SKIZZE]
Der Radius der "Winde" nimmt kontinuierlich ab während das Seil (rot) abgewickelt wird.

Die Winde macht dabei nur eine halbe Umdrehung. Mehr ist auch nicht nötig um den Wurfarm von der Anfangs- zur Endposition zu bewegen. Damit die Bewegungsenergie des Gewichtes möglichst vollständig auf das Geschoss übertragen wird, ist die Winde als exzentrische Scheibe ausgeführt. Am Anfang des Wurfes ist der Radius der Scheibe groß, es wird viel Seil abgewickelt. Dadurch baut das fallende Gewicht Bewegungsenergie auf. Dann wird der Radius der Scheibe zunehmend verringert. Es wird also immer weniger Seil abgewickelt. Das bedeutet, dass das Gewicht gebremmst wird und seine Bewegungsenergie zunehmend an den Wurfarm abgibt.

Konstruktionszeichung

Konstruktionszeichung

Damit das Gewicht nicht nach rechts ausschwingt und um eine kompaktere Bauform zu erreichen wird das Seil über zwei Räder wieder nach oben geführt. Der Nachteil dabei ist, dass zusätzliche Massen (nämlich die der Räder) bewegt werden müssen. Außerdem tritt an den Lagern der Räder zusätzliche Reibung auf. 

Das Gewicht ist aus Blei und wiegt ca. 500 g.

Die Konstruktionszeichung gibt es auch als DXF-Datei zum Download.
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- 2014 - Sebastian Schleith -
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